GODZILLA OF ACCORDIONS: GUY KLUCEVSEK

GUY KLUCEVSEK   (USA)

"Vergessen Sie alles, was Sie über das Akkordeon zu wissen geglaubt haben."
The Seattle Weekly


Schon voriges Jahr hätte ein Künstler das Akkordeonfestival beehren sollen, ohne den dieses vielleicht gar nicht möglich wäre, doch aus Krankheitsgründen musste er absagen.
Dieses Jahr ist es aber so weit: Guy Klucevsek, der mit zwei weiteren KünstlerInnen des Festivals - Otto Lechner (23. Februar im Jugendstiltheater) und Maria Kalaniemi (21. März in der Gumpendorfer Kirche) Mitglied beim berüchtigten "Accordion Tribe" ist, war seit den frühen 80er Jahren Inspiration für so ziemlich alle AkkordeonistInnen, welche mit ihrem Instrument Neuland suchten. Der Sohn slowenischer Einwanderer aus Pittsburgh, Pennsylvania, leitete die Akkordeonavantgarde ein, trotzte den voneinander strikt abgegrenzten Feldern E-Musik, Minimal Music, Jazz und Volksmusik etwas von ihrem Terrain ab, um das dadurch neu entstandene Feld urbar zu machen für schräge Akkordeonexperimente aller Art.
Außerhalb des Folk war Guy Klucevsek einer der ersten, welche die rhythmisch komplexe Musik des südlichen Balkans und jiddischen Klezmer rezipierten. Bei seinen Kompositionen, Bearbeitungen von Hits und traditionellen Themen erwies er sich als Magier des Unerwarteten, ein stets ironischer Verfremder, der auch vorm deftigen Zweiertakt der Polka nicht zurückscheute und mit seinem Akkordeon in Bereiche vordrang, wo zuvor noch nie jemand gewesen war. Guy Klucevsek als musikalisch uneinordbar einzuordnen spottet seiner
Versatilität. Da bringt es Kyle Gann von der New Yorker Village Voice schon besser auf den Punkt, der ihn schlichtweg einen "Godzilla of Accordions" titulierte.

Guy Klucevsek
http://www.guyklucevsek.com

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Samstag, 09. März 2002
20.00 Uhr

dietheater Künstlerhaus

1010 Wien, Karlsplatz 5

Tel.: (01) 587 05 04

http://www.kuenstlerhaus.at/