Chamamé


Der Vater des Chamamé

Raul Barboza and Alfonso Pacin
RAÙL BARBOZA & ALFONSO PACIN
(Argentinien)

Raùl Barboza:   Akkordeon
Alfonso Pacin:   Gitarre, Geige, Chacarera

Zwei große Akkordeonisten einer argentinischen Musikform haben wir zu Gast, die auch zunehmend im Bewusstsein europäischer Gourmets dem Tango Konkurrenz macht: der bodenständige Chamamé. In der Region Corriente an der Grenze zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay verschmolz aus der Musik der Guarani-Indianer, afroamerikanischen Einflüssen und den Tänzen der spanischen, italienischen und osteuropäischen Immigranten jene Musikform, die uns von der brasilianischen Seite der Grenze bereits Renato Borghetti schmackhaft machte. Raùl Barboza ist seit über fünf Jahrzehnten der ungekrönte König des Chamamé in Argentinien. Seine langjährige Karriere führte ihn mit Atahualpa Yupanqui und Mercedes Sosa zusammen. Er selbst ist Guarani und erschließt auch in seinem Stil bewusst die Einflüsse dieses Volkes, mehr noch die Klangbilder der Gauchosteppe. Man sagt, in seinem Spiel könne man das Singen der Vögel, das Pfeifen des Windes, das Prasseln des Regens und das Donnern des Gewitters hören.
In dem um dreißig Jahre jüngeren Juan Alfonsa Pacin steht ihm sowohl an Geige als auch Gitarre einer der gefragtesten Instrumentalisten Argentiniens zur Seite.




Der Innovator des Chamamé

Chango Spasiuk and Band


CHANGO SPASIUK & Band
(Argentinien)

Chango Spasiuk:   accordeon
Juan Nuñez:   bandoneon
Marcos Nuñez:   guitar
Sebastian Villalba:   guitar and voice
Victor Renadeau:   violin

Chango Spasiuk ist der Botschafter der jüngeren Generation des Chamamé. Er stammt aus der Provinz Misiones an der brasilianischen Grenze. In Buenos Aires, wohin ihn sein Anthropologiestudium zog, kam er in den Sog großer Meister: Hermeto Pascoal, Dino Saluzzi, Miles Davis und - natürlich - Astor Piazzolla, dem er vor sechs Jahren eine Komposition widmete, mit den Worten "A Astor y la soledad de la provocación apasionada" (Für Astor und die Einsamkeit der leidenschaftlichen Provokation). - Worte, mit denen er sich und seinen kraftvollen Stil durchaus selbst beschrieben hat. Nur ist es nicht der Tango, sondern der Chamamé sowie die ländlichen Polkas, Schotis ("Schottische"), Rancheras und Rasguidos Dobles, aber auch die Musik seiner ukrainischen Vorfahren, denen er auf Akkordeon und Bandoneon eine unvergleichliche Weiterentwicklung angedeihen lässt.


 
  Sa., 18. März 2006, 20.00 Uhr

HAUS DER BEGEGNUNG FLORIDSDORF
Angererstraße 14
1210 Wien
Tel.: +43/1/217 32 36

Tickets: www.clubticket.at/link/?id=2123245

Künstlerinfo:
RAÙL BARBOZA:  mapage.noos.fr/raulbarboza
CHANGO SPASIUK:  www.changospasiuk.com.ar/index1.html


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