Fotzhobel-Attacken von Norden


Svaeng


SVÄNG
(Finnland)

Eero Turkka: chromatische & diatonische Mundharmonika
Eero Grundström: chromatische & diatonische Mundharmonika
Pasi Leino: Bassmundharmonika
Jouko Kyhälä: Harmonetta, chromatische & diatonische Mundharmonika

Moment, Moment, keine voreiligen Schlüsse! Die Mundharmonika hat aufgrund des Prinzips der Luftströme und schwingenden Zungen sehr wohl was beim Akkordeonfestival zu suchen. Akkordeonisten versuchen das nur zu verdrängen, da sie wissen, dass ihr Instrument entstand, weil sie zu faul waren, die Luft selbst gegen die Metallzungen zu blasen. Das Mundharmonikaquartett Sväng kann wohl nur aus Finnland kommen, einem Land, das sein Image der selbstbewussten Schrulligkeit international erfolgreich verkauft. Nordische Tanzgrooves, slawische Melancholie, Tango, Ragtime und Balkanrhythmen, schwedische Polskas und samisches Joiken - all das fließt in das "atemberaubende" Musikerlebnis ein, dass die vier Herren bieten. Drei von ihnen entstammen der renommierten Sibelius Akademie und verkörpern dennoch das hundertprozentige Gegenteil von Akademismus. Mit Pasi Leino haben Sväng einen wirklichen Veteranen der berühmten finnischen Fotzhobel-Orchester-Tradition in ihren Reihen, und Jouko Kyhäläs saitenbespannte Harmonetta (!) verspricht kuriose Klangerfahrungen.




Radical Jewish Culture à la France


Zakarya


ZAKARYA
(Frankreich)

Yves Weyh: Tastenakkordeon
Alexandre Wimmer: Gitarre, Elektronik
Vincent Posty: E-Bass
Pascal Gully: Drums

"Eine witzige Kombination aus Walzer, Trash und Balkan Rock, die Kompositionen von Zakarya sind voller Humor und Einfallsreichtum. Dies zeigt sich schon bei den Titeln, wir hörten ‚Von Pinsk nach Minsk' und nun geht es ‚Von Minsk nach Pinsk'. Eine extrem lebendige Musik ohne Tabus - Musik für ein Publikum, das sich gern überraschen lässt!"
Arte Kultur


Yves Weyh ist ein Glücksfall für den europäischen Klezmer. Durch seine eigene Familiengeschichte ist er mit dem jüdischen elsässischen Bürgertum verbunden, als Akkordeonvirtuose hat er akribisch die diversen Spielarten jüdischer Musiktradition rezipiert. Dennoch betritt er mit seinem Quartett Zakarya, das bereits 2003 bei uns zu Gast war, Terrain, das noch keiner vor ihm betreten hat. "Wir machen keine folkloristische Musik", meint Weyh, "wir machen keinen Jazz, wir machen keinen Rock, wir machen keine zeitgenössische Musik, keine elektronische Musik und auch keine freie Improvisation. Trotzdem machen wir von alledem etwas." Am ehesten lässt sich Zakaryas hochimprovisativer Electro-Klezmer als französischer Ausleger der Reihe "Radical Jewish Culture", als deren Initiator und wichtigster Vertreter John Zorn gilt. Kein Wunder, dass dieser Zakarya ohne zu zögern bei seinem Tzadik-Label unterbrachte.

 
  Mo., 5. März 2007, 20.00 Uhr

PLANET MUSIC
Adalbert-Stifter-Straße 73
1200 Wien
Tel.: +43/1/332 46 41-0
www.planet.tt

Tickets: www.clubticket.at/link/?id=2132874

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